Waldbrand Lurnfeld: Kein Ende in Sicht

Waldbrand Lurnfeld: Kein Ende in Sicht

28 April 2015

published by http://kaernten.orf.at


Austria– Für die Einsatzkräfte beim Waldbrand auf der Göriacher Alm (Gemeinde Lurnfeld) ist es bereits Tag sieben. Immer noch gibt es verborgene Glutnester, die in den nächsten Tagen geortet und gelöscht werden sollen.

Auch am Dienstag stehen rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Auch eine Woche nach Ausbruch des Waldbrandes müssen immer noch Glutnester gelöscht werden, sagt Einsatzleiter Johann Zmölnig. Ein Ende der Löscharbeiten sei vorerst nicht abzusehen. Bereits Dienstagfrüh seien wieder drei Hubschrauber im Löscheinsatz, auch eine Wärmebildkamera komme zu Einsatz. In den nächsten Tagen werden weiter Glutnester in dem 75 Hektar großen Gebiet geortet und aus der Luft und vom Boden aus gelöscht – außerdem hofft man auf den prognostizierten Regen. Insgesamt rund 75 Hektar Wald wurden ein Raub der Flammen – mehr dazu in Brandeinsatz wird noch Tage dauern.

Die Feuerwehrleute arbeiteten auch am Montag unter Lebensgefahr hoch oben am Plankogel im Kampf gegen die Glutnester. Josef Seiler von der FF Altersberg: „Das Gelände ist sehr steil, das Ausrollen der Schläuche schwierig. Es entfachen immer wieder Glutnester.“

Katastrophenzug der Feuerwehr eingetroffen

324 Feuerwehrleute, Bundesheersoldaten und Bergretter stehen Tag und Nacht im Einsatz, immer noch ist kein Ende abzusehen. Manfred Brugger von der Freiwilligen Feuerwehr Velden sagte: „Wenn man zwei bis drei Mal raufgeht, ist man fertig mit der Welt. Eine sehr anstrengende Arbeit.“

Zur Unterstützung traf bereits in den frühen Morgenstunden der Katastrophenzug der Feuerwehr mit Kräften aus Hermagor und Villach in Lurnfeld ein

Feuerwehrmann: „Es ist Knochenarbeit“

Die Glutnester reichen oft mehr als einen halben Meter in das Erdreich hinein. Im Waldbrand-Gebiet lodern durch den böigen Wind immer wieder Glutnester auf – immer wieder muss gelöscht werden. Bernhard Geiler von der Freiwilligen Feuerwehr Drobollach: „Es ist Knochenarbeit, man muss von Glutnest zu Glutnest. Graben, ablöschen, es ist extrem. Am Abend ist man ziemlich fertig.“

Einsatzleiter Zmölnig sagte gegenüber dem ORF Kärnten, derzeit werde jede Feuerwehr benötigt, egal, wie klein sie sei.

Frauen haben Versorgung übernommen

In der Einsatzzentrale in Göriach sind etliche Frauen aus dem Dorf für die Versorgung der Einsatzkräfte zuständig, sie bringen Jausenpakete. Brigitte Winkler aus Göriach: „Das ganze Dort ist in Bereitschaft, Anruf genügt. Das brauchen unsere Männer jetzt.“
 


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