GFMC: Meterological Conditions and Fire in South East Asia

Forest Fires in Spain and Portugal

21  July 2003, 17:00


 Fire-weather forecast for Europe, 21 July 2003.

(Source: ECPC Fire Weather Index Forecast)

Forest Fires near Madrid

Short GFMC Summary
: In Spain forest fire risk increased due to persisting heat wave for last three weeks. Near the Spanish capital Madrid a fire destroyed already hundreds of hectares of forest lands. Pine and oak forest with high ecological value were consumed by flames. The source of the fire is still unknown. It started near to the artificial lake San Juan in the west of the capital. A small firefighter airplane crashed into a mountain near Lleida, NE Spain, killing the crew of two.

 

Foto: APA

Waldbrand bei Madrid
Source: ORF NEWS 21 July 2003

In Spanien besteht auf Grund der seit drei Wochen andauernden Gluthitze erhöhte Waldbrandgefahr. Bei der spanischen Hauptstadt Madrid zerstörte bereits ein Waldbrand Hunderte Hektar Wald. Ökologisch wertvolle Eichen- und Pinienwälder fielen den Flammen zum Opfer. Das Feuer war aus unbekannter Ursache in der Nähe des Stausees San Juan im Westen der Hauptstadt ausgebrochen.

Löschflugzeug abgestürzt
Am Donnerstag war bei Lleida im Nordosten des Landes ein Kleinflugzeug bei der Bekämpfung eines Feuers gegen einen Berghang geprallt. Die beiden Insassen kamen ums Leben.

Temperaturen fallen nur langsam
Die Hitze ging am Wochenende in ganz Spanien zwar etwas zurück: In vielen Landesteilen blieben die Höchsttemperaturen unter 30 Grad, im Norden fiel sogar etwas Regen. Unabhängig von einigen Grad mehr oder weniger ist eine nachhaltige Abkühlung nicht in Sicht. Auf der Ferieninsel Mallorca, die in den vergangenen Tagen am stärksten von der afrikanischen Hitzefront betroffen gewesen war, kletterte das Thermometer erneut deutlich auf über 30 Grad.

Strom wird knapp
Die Baleareninsel verzeichnete zum dritten Mal innerhalb weniger Tage einen Rekordstromverbrauch. Der Energieversorger Gesa appellierte an die Bevölkerung, Klimaanlagen behutsam zu benutzen.

Forest Burning in Southern Europe

Short GFMC Summary: Favoured by dryness and the extreme heat in Spain hundreds of hectares of pine and eucalyptus forests were destroyed by several wildfires. In Portugal a devastating fire burned down one of the Europe’s largest Maritime Pine forests. The fires in southeastern France are under control now.

Because of a fire in Villa del Prado southwest of Madrid 1500 families had to be evacuated from their homes, the broadcast reported on Sunday. The flames seized also on some developed real estates, however the buildings were spared from flames. Nevertheless dramatic scenes took place, because some house owners tried to contain the fire with their garden hoses. About 20 people were brought to hospital lightly affected by smoke pollution.

Source: Frankfurter Rundschau 21 July 2003

In Südeuropa brennen die Wälder
Source: Frankfurter Rundschau 21 July 2003

Madrid/St. Tropez (dpa) – Begünstigt durch die Trockenheit und die große Hitze sind bei mehreren Waldbränden in Spanien Hunderte Hektar Pinien, Eukalyptusbäume und Gebüsch vernichtet worden. In Portugal hat ein verheerender Brand einen der größten Strandkiefern-Wälder Europas verwüstet. Die verheerenden Brände im Südosten Frankreichs sind dagegen weitgehend eingedämmt.

In Villa del Prado südwestlich von Madrid mussten wegen eines Feuers rund 1500 Familien aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden, wie der Rundfunk am Sonntag berichtete. Die Flammen griffen auch auf einige Grundstücke einer Wohnsiedlung über, die Gebäude blieben aber verschont. Dennoch spielten sich dramatische Szenen ab, weil einige Anwohner versuchten, das Feuer mit dem Gartenschlauch zu löschen. Etwa 20 Menschen kamen mit leichten Rauchvergiftungen ins Krankenhaus.

Nach mehreren Stunden konnte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle bringen, die Bewohner durften in ihre Häuser zurückkehren. Hunderte Helfer und mehrere Löschflugzeuge waren im Einsatz. Die Ursache des Feuers stand zunächst nicht fest. Bei Huelva in Südspanien vernichtete ein Waldbrand eine Fläche von rund 120 Hektar, nahe Barcelona im Nordosten des Landes fielen den Flammen mehr als 200 Hektar Wald zum Opfer.

In Portugal wurde der größten Strandkiefern-Wälder Europas verwüstet. Das Feuer nahe der Ortschaften Sertã und Vila de Rei in der Mitte des Landes sei wahrscheinlich mit Absicht gelegt worden, berichtete der Rundfunk am Sonntag in Lissabon. Es seien fünf verschiedene Brandherde entdeckt worden. Rund 350 Feuerwehrleute und Helfer hätten die Flammen nach mehreren Stunden unter Kontrolle bringen können. Das Ausmaß der zerstörten Fläche wurde zunächst nicht bekannt. Es handele sich aber um einen der größten zusammenhängenden Wälder von Strandkiefern (Pinus pinaster) Europas, teilten die Behörden des Distrikts Castelo Branco mit. Die Bäume werden bis zu 40 Meter hoch.

Die verheerenden Brände im Südosten Frankreichs sind nach einem Großeinsatz von Feuerwehr und Löschflugzeugen überwiegend unter Kontrolle. Allerdings müsse die Feuerwehr noch mehrere Tage in der betroffenen Region im Département Var Wache halten, um erneute Ausbrüche zu verhindern, bestätigten die Behörden in Draguignan am Sonntag.

Premierminister Jean-Pierre Raffarin, der die verwüstete Zone besuchte, hat eine Sonderzahlung von 500 000 Euro für die Wiederaufforstung versprochen. Angesichts der anhaltenden Trockenheit rief er alle Franzosen zu besonderer “Vorsicht und Wachsamkeit” auf. Die abgebrannte Zone sehe aus wie eine “Mondlandschaft”, sagte ein Förster. Die Rückkehr zu einem normalen Waldbestand könnte etwa 40 Jahre dauern.

Das am Donnerstag ausgebrochene Feuer hatte mehr als 10 000 Hektar Kiefernwald und Unterholz vernichtet und war bis an die Urlaubsorte der Küste bei Fréjus vorgedrungen. Etwa 10 000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, darunter mehrere tausend Urlauber und Camper.

Die Flammen zerstörten mehr als 40 Autos, mehrere Campingwagen sowie zehn leer stehende Häuser. Über 1300 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es waren die schwersten Waldbrände im Gebiet der Côte d’Azur seit mehr als zehn Jahren.

Auch in Süditalien zerstörten mehrere Brände am Samstag Wald- und Buschland. Zwei Feuer in der Nähe von Taranto in Apulien vernichteten über 50 Hektar Buschland. Ähnliche Schäden gab es auch in Kalabrien, teilten die Behörden mit. Dort ging die Feuerwehr mit Löschflugzeugen und -hubschraubern vor. Auch am Vesuv brachen Feuer aus. Ursache sind die Hitze und die seit Monaten anhaltende Trockenheit. Menschen kamen den Angaben zufolge nicht zu Schaden.

For more information on Forest Fire Statistics in Spain 2002 see:

Click to access Spain%20Statistics%20October%202002-SP.pdf


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