yach fire experiment

 

EU LIFE-Nature “Rohrhardsberg, Obere Elz und Wilde Gutach”


CapercaillieFire 2007

20.- 21. April 2007



Teilnehmer am kontrollierten Feuereinsatz zur Habitatpflege von Auerwild am 21. April 2007.

Das Feuer wird gezündet: Zur Absicherung der angrenzenden Altholzbestände wird zuerst ein Sicherheitsstreifen ausgebrannt.


Langsam und kontrolliert brennt das Feuer gegen den Wind, um einen genügend großen Sicherheitsstreifen vor dem Altholzbestand zu schaffen.

Vor dem Übergang in den Altholzbestand wird das mit nur geringer Intensität brennende Feuer abgelöscht.


Nachdem der Sicherheitsstreifen eine genügende Breite erreicht hat, wird die restliche Fläche in Abschnitten ausgebrannt.

Die kleinräumliche Verteilung des Brennmaterials erzeugt ein abwechslungsreiches Feuerverhalten und damit ein Mosaik von unterschiedlichen Effekten.


Nach der Räumung bestand das Brennmaterial auf der Kuppe überwiegend aus Schlagabraum und spärlichen Heidelbeersträuchern.

Das resultierende Feuerverhalten ist gekennzeichnet von geringer Ausbreitungsgeschwindigkeit und geringen Flammenlängen. Die lange Verweildauer des Feuers auf der Fläche erzeugt hohe Temperaturen im Auflagenbereich.


Ein Grossteil der Flächen ist von dichtem Fichtenjungwuchs bestanden, unterbrochen von Heidelbeere, Gras und Schlagabraum.

Hohe Flammenlängen und relativ kurze Verweildauer des Feuers auf der Fläche konnten vor allem in den Fichtenjungwüchsen beobachtet werden.


Umgekippte Wurzelteller und Dürrständer sind immer wieder zwischen den etwas höheren Fichtenjungwüchsen vorhanden.

Die Intensiät des Feuers war durch die Flammenentwicklung in den Fichtenjungwüchsen hoch genug, um auch stärkeres Brennmaterial zu verbrennen.


Niedrige Fichtenjungwüchse, Heidelbeere und dichter Grasfilz als Brennmaterialien säumen den Großteil der Brandflächen.

Durch Schneeauflage war die Grasschicht dichtgepackt und das erste Grün erhöhte den Feuchtegehalt in der Grasschicht: Unter diesen Umständen ist sie zu feucht, um ein Feuer zu tragen und wirkt wie eine Feuerbarriere.


Ein Dürrständer glüht durch den Kamineffekt von innen aus.

Aus Sicherheitsgründen werden ausgeglühte Dürrständer an den Altholzinseln gefällt.


Nach dem Feuer zeigt sich ein sehr uneinheitliches Brennmuster: Grasschicht und Streuauflagen waren zu feucht, um vollständig zu verbrennen. Um den nachglühenden Schlagabraum entwickelten sich jedoch hohe Temperaturen im Auflagenbereich, die ein Eindringen des Feuers auch in den Auflagenhorizont ermöglichten.

Die Fichtenjungwüchse dagegen brannten in Bodennähe mit nur geringer Intensität. Jedoch weist die weiße Asche auf eine sehr heiße und vollständige Verbrennung im Kronenbereich hin, wo sich das Feuer als Vollfeuer mit hohen Flammenlängen entwickelte.


Mop-up: am 22. April mussten nur noch wenige Wurzelteller und Dürrständer nachgelöscht werden. Glutherde können sich sonst über Wochen erhalten und sich bei geeigneten Bedingungen erneut entzünden.

Die Glutnester werden mit Hacken und Schaufeln abgetrennt und von umgebendem Brennmaterial isoliert, damit sich kein neues, unkontrolliertes Feuer entwickeln kann.


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